Entstehung des Namens
Inhaltsverzeichnis
Der Alexandrit wurde nach dem russischen Zaren Alexander II (1855 bis 1881) genannt, denn fast genau an seinem Geburtstag im Jahre 1830 wurden die ersten Alexandrit-Kristalle in den Smaragdgruben im südlichen Ural entdeckt.
In Russland ist der Alexandrit als „Edelstein der Zaren“ bekannt. Er wird auch oft als „Smaragd bei Tag“ und „Rubin bei Nacht“ beschrieben.

Fakten
Bei dem Alexandrit handelt es sich um einen grünroten Chrysoberyll.
Als Alexandrit wird in der Edelsteinkunde jeder Chrysoberyll, der seine Farbe ändert, bezeichnet und ist unabhängig davon welche Farben auftreten können.
Seine Farbänderung ist von reinen Lichtquellen abhängig.
Einschlüsse sind wie bei den Smaragden normal und auch kein Makel, denn Sie zeigen die natürliche Beziehung eines Edelsteins zur Erde.
Der Wert des Alexandrits hängt in erster Linie von der Tiefe des Farbwechsels ab.
Als eine seltene Varietät des Chrysoberyll zählt der Alexandrit neben dem Tansanit und dem Padparadscha-Saphir zu den begehrtesten Edelsteinen der Welt.
Die Farben des Alexandrit
Bei Tageslicht erscheint der Alexandrit grün (smaragdgrün, waldgrün bis bläulichgrün) , bei künstlichem Licht oder Kerzenlicht wechselt seine Farbe zu einem sanften Rot (Rubinrot, Himbeerrot), Orange, Rot-Violett oder Violett-Grau.
Dieser Farbwechsel, auch Changieren oder Alexandrit-Effekt genannt, wird durch seinen Chromgehalt hervorgerufen. Der Alexandrit wirkt praktisch wie ein Filter, das nur noch rotes oder grünes Licht durchlässt.
Die Farbänderung von Alexandriten ist die intensivste, die man in der Welt der Edelsteine finden kann. Da er über eine einzigartige optische Eigenschaft verfügt, wird er vor allem in feinen Qualitäten zu einem der wertvollsten Edelsteine überhaupt gemacht.
Beim Katzenauge-Alexandrit, kann man einen einzelnen Lichtstreifen auf seiner Oberfläche sehen. Er ist wegen seiner schönen und geheimnisvollen optischen Effekte äußerst begehrt.
Die Steine aus dem Ural zeigen den Farbwechsel von einem kräftigen Smaragdgrün zu einem intensiven Purpurrot am besten und werden daher am höchsten bewertet. Die Steine aus Sri Lanka zeigen meistens ein weniger kräftiges Grün und manchmal auch bräunliche Farbtöne, die weniger erwünscht sind.
Wegen seiner beiden Farben Rot und Grün, den Hauptfarben der russischen Nationalflagge der damaligen Zeit, war er der Nationalstein des zaristischen Russlands.

Herkunft und Vorkommen
Wie auch die anderen Edelsteine, entstand Alexandrit vor Millionen von Jahren als die Erde noch brodelte. Zwei Gesteinarten mussten anwesend sein, damit sich Alexandrit bilden konnte. Eines steuerte die Elemente Aluminium und Beryllium bei, das andere Chrom. Da diese Bedingungen jedoch nur selten gegeben waren, findet man auch nur selten einmal einen Alexandrit-Kristall.
Der Legende nach wurde der Alexandrit am 23. April 1830, am Geburtstag, als der russische Erbe offenbar volljährig wurde, von Smaragd-Bergarbeitern entdeckt.
Der ukrainische Alexandrit-Spezialist Witali Repej glaubte allerdings, dass der Alexandrit eigentlich am 3. April 1834 von dem berühmten finnischen Mineralogen des Zaren, Dr. Nils Nordenskjold, entdeckt worden war und nicht vor 1842 offiziell Alexandrit genannt wurde.
Das Pegmatitgestein, das an der Alexandrit-Fundstelle im russischen Uralgebirge vorkommt, und auch jenes in Narsipatnam (Indien) wurde vor mehreren 100 Millionen Jahren während des Paläozoikum (vor 542-241 Mio. Jahren) geformt.
Als erstes Vorkommen des Alexandrits wurden 1830 die Smaragdgruben an der Takowaja im Ural bekannt.
Auch in Sri Lanka (Ceylon) und Tansania ist er zu finden, dort gibt es ihn als Alexandrit-Katzenauge. Weitere Vorkommen sind Brasilien (Minas Gerais, Esperito Santo, Bahia), Madagaskar, Simbabwe und Mosambik. Den Afrikanischen Alexandrit findet man normalerweise in feuchten Regionen in der Nähe von Flüssen.
Russland und Sri Lanka waren neunzig Jahre lang die einzigen bekannten Alexandrit-Quellen.
Der Sri Lanka-Alexandrit wird aus Schwemmland, also aus erodierten Bodenschichten, gewonnen. Allerdings unterscheiden sie sich von den hochgeschätzten russischen Steinen durch etwas andere Farbnuancen: Bei Tageslicht erscheinen sie blaugrün und wechseln bei Kunstlicht in ein rötliches Violett oder sattes Lila.
Im Jahr 1987 wurden in Brasilien in einem Ort namens Hematita Alexandrite entdeckt und überzeugten durch einen deutlichen Farbwechsel sowie ihre gute Reinheit und Farbe.
Heute ist Hematita eines der wirtschaftlich bedeutendsten Vorkommen für Alexandrit.
Im Jahr 2004 wurde eine neue Ablagerung des Brasilianischen Alexandrits entdeckt, der blaugrün erscheint und dessen Farbe zu einem wunderbaren Himbeerrot wechselt.
Die brasilianischen Alexandrite findet man in rauen Gegenden, die schwer zugänglich sein können. Das ist allerdings auch bei anderen Minen, die sich durch das Pegmatitgestein graben, der Fall.
Indische Alexandrite kommen heutzutage hauptsächlich aus Narsipatnam, etwa 100 Kilometer landeinwärts vom ersten Fundort in Visakhapatnam entfernt.
Zurzeit steht nur sehr wenig russischer Alexandrit zur Verfügung, und und jene, die das Glück haben, einen zu besitzen, sind wahrhaftig die Hüter eines Edelsteins aus einer vergangenen Epoche.

Behandlung und Schliff
Wie auch die anderen Edelsteine, entstand Alexandrit vor Millionen von Jahren als die Erde noch brodelte. Zwei Gesteinarten mussten anwesend sein, damit sich Alexandrit bilden konnte. Eines steuerte die Elemente Aluminium und Beryllium bei, das andere Chrom. Da diese Bedingungen jedoch nur selten gegeben waren, findet man auch nur selten einmal einen Alexandrit-Kristall.
Der Legende nach wurde der Alexandrit am 23. April 1830, am Geburtstag, als der russische Erbe offenbar volljährig wurde, von Smaragd-Bergarbeitern entdeckt.
Erhaltung und Pflege
Zum Entladen und Reinigen des Steines kann lauwarmes Wasser verwendet werden oder man kann ihn ins Meersalz legen. Zum Aufladen sollte der Alexandrit für kurze Zeit in der Sonne gelegt werden.
Eine andere Besonderheit des Alexandrit ist, dass er durch Reiben positiv elektrisch aufgeladen werden kann.
Zur Heilwirkung legt man ihn am besten auf die Augenbrauen, in den Bereich der Leber oder direkt auf die betroffene Stelle . Sehr gut wirke auch, den Heilstein meditativ zu betrachten.
Mystik
Wegen seiner zwei Farben glaubte man in Russland, es würde Einsamkeit bringen, wenn man nur ein einziges Schmuckstück mit Alexandriten trägt.
Heilwirkung / Wirkung
Körperliche Heilwirkung
Der Alexandrit habe speziell auf das Nervensystem hervorragende Wirkungen. Er steuere über das zentrale Nervensystem den harmonischen Ablauf der Organe, besonders aber von Milz, Magen und Bauchspeicheldrüse.
Weiter helfe er bei Entzündungen, Leberträgheit, Magenschwüre, Magenübersäuerung, Milzleiden und Vergiftungen. Auch soll er bei Nervenleiden und Sinnesstörungen helfen.
Alexandrit soll als Vorsorgestein und Heilstein gegen Leukämie getragen werden.
Psychische Heilwirkung
Durch seine Wirkung auf das Nervensystem bringe er seinem Träger mehr Frohsinn, Freude und innere Ausgeglichenheit. In einer Partnerschaft beschere er seinem Träger mehr Weitsicht, Einsicht und Gefühlsreinheit.
Weiter fördere er Hellsichtigkeit, verdeutliche Gefühle und Wünsche und stärke Selbstheilungskraft.
Er soll auch bei Ärger, Gereiztheit, geschwächten und angegriffenen Nerven, Mutlosigkeit, seelische Krisen und Traurigkeit unterstützen und helfen.
Technische Daten des Alexandrit
Edelstein-Gruppe: | Beryll-Gruppe |
Chemismus: | BeO • Al2O3 mit einem kleinen Gehalt an Cr2O3 und Spuren von FeO3 |
Mohshärte: | 8,5 |
Dichte: | 3,71 |
Lichtbrechung: | 1,745 – 1,754 |
Glanz: | Glasglanz, Fettglanz |
Transparenz: | Durchsichtig bis durchscheinend |
Bruch: | Muschelig bis uneben |
Spaltbarkeit: | Keine |
Kristallsystem: | Orthorhombisch |